Die Sasse Stiftung hat im Rahmen des Umweltpreises 2026 den Sonderpreis „Ehrenamt“ an vier Naturschutzprojekte aus dem Münsterland und der Grafschaft Bentheim verliehen. Mit jeweils 300 Euro würdigt die Stiftung das besondere ehrenamtliche Engagement der Initiativen, die sich mit großem persönlichen Einsatz für den Erhalt der Biodiversität einsetzen.
Der Sonderpreis richtet sich gezielt an Projekte, die überwiegend oder vollständig durch freiwillige Arbeit getragen werden – oft außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung, aber mit spürbarer Wirkung für Natur-, Arten- und Lebensraumschutz in der Region. Mit dem Projekt „Biotop Eschjagd“ schafft die Jägerschaft Grafschaft Bentheim neue Lebensräume für Niederwild, Insekten und Vögel. Im Zuge großer Infrastrukturmaßnahmen wurde die Fläche naturnah renaturiert und zu einem vernetzten Rückzugs- und Nahrungsraum entwickelt. Das Biotop stärkt die Biodiversität und verbindet ökologische Aufwertung mit einem erlebbaren Naturraum für die Region. Stellvertretend für die Jägerschaft Grafschaft Bentheim sagt Ingo Schröder: „Mit unserem Projekt zeigen wir, wie aus einem durch Baumaßnahmen veränderten Landschaftsraum neue Lebensräume für Tiere entstehen können. Der Sonderpreis Ehrenamt ist für uns eine große Wertschätzung unseres Engagements und motiviert uns, diesen Weg weiterzugehen.“
Ausgewählt wurden die Preisträger aus mehr als 20 eingereichten Bewerbungen ehrenamtlicher Initiativen aus dem Münsterland und der Grafschaft Bentheim. Die Jury entschied sich bewusst dafür, mit dem Sonderpreis die Vielfalt, Kontinuität und Wirkung des freiwilligen Engagements sichtbar zu machen.
„Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Pfeiler für den Natur- und Artenschutz in unserer Region“, betonen die Stiftungsgeber Rüdiger Sasse und Susanne Hüntemann-Sasse. „Mit dem Sonderpreis Ehrenamt möchten wir diese oft still geleistete Arbeit sichtbar machen, anerkennen und Mut zur Nachahmung machen.“
Über die Vergabe des Sonderpreises entschied eine unabhängige Fachjury mit ausgewiesener Naturschutzexpertise: Dr. Dirk Wewers (Tierpark Nordhorn), Dr. Dietmar Ikemeyer (Stiftung Natur- und Landschaft Westmünsterland), Paul Uphaus (Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim) und Dr. Christoph Lünterbusch (LWL-Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer).
Die feierliche Preisverleihung fand am 08. Mai 2026 in der Wacholderheide Tillenberge statt.




