Der Hegering VI hat vor kurzem seine Generalversammlung in der Gaststätte „Zum Lönsberg“ in Hesingen abgehalten. Vor der Versammlung konnten die anwesenden Mitglieder die Rehwildtrophäen des abgelaufenen Jagdjahres begutachten.
Hegeringleiter Gerd Molendyk überreichte die Nadel des Deutschen Jagdschutzverbandes für 25- jährige Mitgliedschaft an Oliver Timm. Für 40- jährige Mitgliedschaft wurde Johann Heinrich Nyhuis ausgezeichnet. Für 60 Jahre Mitgliedschaft ist Heinz-Georg Wolberink, für 65 Jahre Jan-Albert Weerd und für 70 Jahre Mitgliedschaft ist Hermann Reefmann geehrt worden.
Reinhold Gosejakob als Kreisjägermeister gab einen Überblick zu aktuellen Themen der Jägerschaft.
In seinem Streckenbericht zeigte Hegeringleiter Gerd Molendyk auf, dass die Jäger im Hegering ihrer Aufgabe zur Reduzierung der Prädatoren nachkommen. Die Strecke von Fuchs, Marder und Rabenkrähe sind weiterhin auf hohem Niveau. Dieser angewandte Naturschutz komme auch den Singvogelbeständen und Bodenbrütern zugute. Die als invasive Arten geltenden Wildarten wie Nilgans, Nutria und Waschbär nehmen eine immer größere Rolle bei der Ausübung der Jagd ein. Hierbei kommt der Jägerschaft eine bedeutende Rolle zum Schutz der einheimischen Flora und Fauna zu.
Die Anstrengungen der Jägerschaft in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zur Schaffung von Lebensraumverbesserungen durch Rückzugs- und Saumstreifen sowie Streuobstweisen sollte weiter intensiviert werden.
Die Strecke wurde traditionell durch die anwesenden Jagdhornbläser verblasen.
Der Rehwild-Hegegemeinschaftsleiter Geert Brüggemann gab die Ergebnisse der Gehörn Bewertung bekannt. Eine Silbermedaille erhielt Gerd-Jürgen Kolde für den stärksten Bock. Benny Pross erhielt eine Goldmedaille für seine Abnorme Rehwildtrophäe. Dem Revier Hardingen wurde ein bronzener Bruch für den besten Hegeabschuss überreicht.
Die Jägerschaft des Hegering VI beteiligt sich intensiv an der Vermeidung des Mähtod von vor allem Rehkitzen, Hase und Fasan während des Grünlandschnittes im Frühjahr. Durch Absuchen der Flächen und vergrämen des Wildes vor der Mahd kann dem schutzlosen Wild Hilfe geleistet werden. Mittlerweile sind fast alle Reviere des Hegering VI mit eigenen hoch effektiven Wärmebilddrohnen im Einsatz.
Schießobmann Günter Fichtner berichtete über die Ergebnisse der durchgeführten Flintenschiesswettbewerbe. Schatzmeister Jürgen Aarnink gab Auskunft über die Kassenführung des abgelaufenen Jahres. Hundeobmann Holger Scholte-Eekhoff stellte die Prüfungsergebnisse der abgehaltenen Hundeprüfungen vor. Umweltobmann Jan Kattert hob den großen Nutzen von Blühsteifen für die Natur hervor. Der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Jüngerink berichtete über die guten Erfahrungen mit dem von der Kreisjägerschaft bereitgestellten Info-Mobil. Vor allem Kindern könne so unsere heimische Natur nähergebracht werden. Der Obmann für die AG-Junge Jäger, Julian Hilbrands steht Jungjägern als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Als Obmann für Raubwildbejagung hob Bastian Scholte-Eekhoff die Notwendigkeit der intensiven Fallenjagd hervor. Gerade
die Waschbären richten im heimischen Ökosystem durch ihre Lebensweise großen Schaden an und daher ist die Ausbreitung der invasiven Art möglichst früh einzudämmen.
Zu der turnusmäßig anstehenden Vorstandswahl stand der Vorstand überwiegend zur Wiederwahl. Lediglich Schießobmann Günter Fichtner stand nicht mehr zur Verfügung. Es wurden Gerd Molendyk als Hegeringleiter, als Kassenwart Jürgen Aarnink, als Hundeobmann Holger Scholte-Eekhoff, als Obmann für Raubwild/ Fallenjagd Bastian Scholte-Eekhoff, als stellvertretender Hegeringleiter Geert Brüggemann, als Obmann der „AG Junge Jäger“ Julian Hilbrands, als Umweltobmann Jan Kattert und als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit und Schriftführer Bernd Jüngerink in ihren Ämtern bestätigt.
Neu im Amt des Schießobmann wurde Marc Beniermann gewählt.

Foto von links: Kreisjägermeister Reinhold Gosejakob, Heinz-Georg Wolberink, Johann Heinrich Nyhuis, Jan-Albert Weerd sowie Hegeringleiter Gerd Molendyk







