Dieses Jahr zeigte sich der Vorfrühling in der Grafschaft Bentheim früher als in vorherigen Jahren. Schnell stiegen die Temperaturen an und ließen in kurzer Zeit das spätwinterliche Graubraun des Landschaftsbildes üppigen frischen Grüntönen weichen. Überall begann es zu sprießen und zu wachsen. Zeit für die Landwirte, den ersten Grünlandaufwuchs als Viehfutter einzubringen. Und Saisonstart für die ehrenamtlichen Drohnenteams, Jungtiere vor dem Mähtod zu bewahren.
Ende April, Anfang Mai konnten die Drohnenteams der Jäger aus den Jagdgemeinschaften Itterbeck und Wielen insgesamt drei Gelege des vom Aussterben bedrohten Brachvogels sichern. War das im Grashalmgewirr verborgene Bodennest mit der Wärmebildcamera der Drohne erst einmal entdeckt, konnte dieses Areal weiträumig mit Stöcken abgesteckt und markiert werden. So waren die Landwirte informiert und ließen diese Areale beim Mähen aus, da die Gelege direkt auf dem Boden liegen und möglichst von jeglicher Störung verschont bleiben sollen.

Foto: privat
Jetzt zahlt sich die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Landwirten und Jägern aus: Mindestens zwei Gelegen konnten zum Schlupf geführt werden. Außerdem wurden noch drei Stockentengelege und insgesamt fast 20 Rehkitze vor dem Mähtod bewahrt. Wenn das keine erfreulichen Erfolge sind! Dieses Bemühen der Jäger zur Jungwildrettung mit der Wärmebilddrohne steht wie ein weiteres Kettenglied neben den Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung und dem Prädatorenmanagement, der Kontrolle tierischer Beutegreifer. So leisten Jäger in der gegenwärtigen Kulturlandschaft ihren Beitrag zum Erhalt einer artenreichen Flora und Fauna und helfen mit, unser natürliches Erbe zu bewahren.









