Ein erlebnisreicher Ferientag im Bentheimer Wald erwartete auch in diesem Jahr zahlreiche Kinder im Rahmen der Ferienpassaktion des Hegerings I der Jägerschaft Grafschaft Bentheim. Bei trockenem Wetter stand ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan, bei dem Spiel, Bewegung und Wissensvermittlung rund um Wald, Wildschweine und Jagd im Mittelpunkt standen.
Traditionell wurden die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst von den Jagdhornbläsern des Hegerings begrüßt. Mit einigen Jagdsignalen stimmten sie die Kinder auf den bevorstehenden Tag ein und erklärten die Bedeutung des Jagdhorns. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass Jagd nicht nur mit Wildtieren, sondern auch mit gelebtem Brauchtum und Tradition verbunden sind.
Nach der Begrüßung wurden die Kinder in sechs Gruppen eingeteilt: Die Wölfe, Die Hirsche, Die wilden Kerle, Der Kessel, Die Füchse und Die Jagdhunde. Jede Gruppe erhielt ihren Laufplan und machte sich anschließend auf den Weg zu den verschiedenen Erlebnisstationen, die von den Mitgliedern des Hegerings liebevoll vorbereitet und betreut wurden.
An der ersten Station wartete das Lernort Natur-Mobil mit spannenden Informationen rund um das Wildschwein und viele weitere Wildtiere. Mithilfe von Präparaten, Schädeln, Decken und weiterem Anschauungsmaterial erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über die Lebensweise des Schwarzwildes. Warum Wildschweine so gut riechen können, was sie fressen und welche Rolle sie im Ökosystem Wald spielen, wurde altersgerecht erklärt und mit vielen Fragen der Kinder ergänzt.

Foto: privat - Klaus Spitzer erzählt viel Spannendes zum Wildschwein
An der zweiten Station war Geschicklichkeit gefragt. Beim Zapfen-ins-Ziel-Werfen galt es,mit möglichst wenigen Würfen das Ziel zu treffen. Hier zeigte sich schnell, dass Konzentration, Koordination und ein wenig Übung zum Erfolg führen. Der sportliche Ehrgeiz kam dabei ebenso wenig zu kurz wie der Spaß.

Foto: privat - Mit ein bisschen Übung lässt sich das Loch in dem Metallwildschwein ganz gut treffen
Ein besonderes Highlight stellte die dritte Station rund um die Jagdhunde dar. Die Kinder lernten verschiedene Jagdhunderassen kennen und erfuhren, welche unverzichtbaren Aufgaben die Hunde bei der Jagd übernehmen. Ob Nachsuche, Stöbern oder Apportieren – die vierbeinigen Helfer beeindruckten die jungen Besucher und sorgten mit ihrem ruhigen Wesen für viele interessierte Fragen.

Foto: privat - Der Hund, der treue Begleiter des Jägers
An der vierten Station wurde das Gleichgewicht getestet. Beim Balancieren über einen Baumstamm konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Dabei wurde spielerisch vermittelt, wie wichtig Trittsicherheit und Aufmerksamkeit bei Aufenthalten im Wald sind.

Foto: privat - Trittsicherheit und Geschicklichkeit helfen, sich sicher im Wald zu bewegen
Musikalisch ging es anschließend an der fünften Station weiter. Hier drehte sich alles um das Jagdhorn. Die Kinder erfuhren, dass Jagdsignale seit Jahrhunderten zur Verständigung während der Jagd genutzt werden und bis heute fester Bestandteil des jagdlichen Brauchtums sind. Verschiedene Signale wurden vorgespielt und ihre Bedeutung anschaulich erklärt.

Foto: privat - Mit dem Jagdhorn verständigen sich Jäger seit urewigen Zeiten
Zum Abschluss stand die Spurensuche auf dem Programm. Anhand verschiedener Trittsiegel und Fährten lernten die Kinder, Spuren heimischer Wildtiere zu erkennen und voneinander zu unterscheiden. Dabei wurde schnell klar, dass man mit etwas Übung auch ohne die Tiere selbst zu sehen viele Hinweise auf ihre Anwesenheit entdecken kann.

Foto: privat - Wer Spuren lesen kann, weiß welches Wild hier war
Nach dem abwechslungsreichen Stationsprogramm hatten sich alle eine Stärkung verdient. Gemeinsam ließen Kinder, Betreuerinnen und Betreuer den gelungenen Tag in gemütlicher Runde ausklingen. Frisch gegrillte Würstchen sorgten für das leibliche Wohl und boten Gelegenheit, sich über die vielen Erlebnisse und Eindrücke des Tages auszutauschen.
Ein herzlicher Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern, den Stationsbetreuenden, den Jagdhornbläserinnen und Bläsern sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit ihrem Einsatz diese Ferienpassaktion ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt zudem Organisator Klaus Spitzer, der Fürst zu Bentheimschen Domänenkammer für Veranstaltungsort und tatkräftige Unterstützung sowie allen engagierten Helferinnen und Helfern des Hegerings, die diese gelungene Aktion möglich gemacht haben.
Die gelungene Veranstaltung machte erneut deutlich, wie wichtig es ist, Kindern die heimische Natur näherzubringen und ihnen die vielfältigen Aufgaben von Jagd, Hege und Naturschutz auf anschauliche Weise zu vermitteln. Viele der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabschiedeten sich mit einem Lächeln – und der Vorfreude auf die nächste Ferienpassaktion.







