Mit der Wahl von Florian Manfred Pletz zum Hegeringleiter und Jessica Böckmann zur Schriftführerin hat der Hegering I der Jägerschaft Grafschaft Bentheim im Frühjahr 2025 einen Generationenwechsel im Vorstand vollzogen. Gemeinsam mit den erfahrenen Vorstandsmitgliedern Dr. Christian Criegee als stellvertretenden Hegeringleiter und Jan Hindrik Heetjans als Kassenwart wurde die erfolgreiche Arbeit des Hegerings fortgeführt und gleichzeitig neue Impulse gesetzt.
Dabei konnte auf den guten Grundlagen aufgebaut werden, die der langjährige Vorstand unter Klaus Spitzer und Ulrich Hombrink in den vergangenen Jahren geschaffen hatte. Viele bewährte Veranstaltungen und Projekte wurden fortgeführt und gleichzeitig neue Schwerpunkte gesetzt.

Foto: Jessica Böckmann, Klaus Spitzer (2. von links) wird für seine Dienste als ausgeschiedener Hegeringleiter geehrt
Auf der Frühjahrsversammlung 2026 zog der Vorstand eine erste Bilanz. Hegeringleiter Florian Manfred Pletz bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen, den Obleuten sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die gute Zusammenarbeit. Die Übergabe der Vorstandsarbeit sei reibungslos verlaufen und habe eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung des Hegerings geschaffen.
Im vergangenen Jagdjahr 2025 standen insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit, die Schießnachweise der Mitglieder sowie Maßnahmen im Natur- und Artenschutz im Mittelpunkt. Die traditionelle Ferienpassaktion im Bentheimer Wald wurde erneut erfolgreich durchgeführt und bot zahlreichen Kindern die Möglichkeit, die heimische Tierwelt und die Aufgaben der Jägerschaft kennenzulernen. Gleichzeitig wurde die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausgebaut. Neben Berichten auf der Internetseite des Hegerings wurden erstmals auch gemeinsame Presseveröffentlichungen mit dem Hegering II realisiert. Künftig soll zudem die Präsenz weiter gestärkt werden, um die vielfältige Arbeit der Jägerschaft noch transparenter darzustellen.
Auch im Bereich Schießwesen wurden neue Angebote geschaffen. Neben dem bewährten Schießnachweis mit der Flinte wurde erstmals ein Kugelschießnachweis angeboten, der von den Mitgliedern gut angenommen wurde. Darüber hinaus warb der Vorstand intensiv für eine stärkere Beteiligung an der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE). Als einer der größten Hegeringe der Grafschaft Bentheim mit mehr als 30 Revieren möchte der Hegering I einen wichtigen Beitrag zu einer belastbaren Datengrundlage für Wildtiermonitoring, Forschung und Naturschutz leisten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag im Natur- und Artenschutz. Mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung konnten Fledermauskästen an interessierte Revierinhaber ausgegeben werden. Weitere Projekte, darunter die Installation von Steinkauzröhren sowie die Förderung von Blühflächen, Gewässerrandstreifen und Streuobstwiesen, sollen in den kommenden Monaten fortgeführt werden. Gleichzeitig setzt sich der Hegering weiterhin für eine fachgerechte Fallenjagd als wichtigen Beitrag zum Schutz bodenbrütender Vogelarten ein.
Erfreuliche Entwicklungen gab es auch in der Brauchtumspflege. Die Bläsergruppe des Hegerings feierte ihr 70-jähriges Bestehen und konnte gleichzeitig mehrere neue Mitglieder gewinnen. Bereits fünf Interessierte nehmen inzwischen regelmäßig an den Übungsabenden teil. Der Vorstand wertet dies als positives Signal für den Erhalt des jagdlichen Brauchtums und möchte diese Entwicklung auch künftig unterstützen.

Foto: Jessica Böckmann, Bläsergruppe des Hegering I beim Verblasen der Strecke
Mit Blick auf die kommenden Monate stehen bereits weitere Projekte fest. Anfang Juli 2026 fand erneut die Ferienpassaktion statt. Im August 2026 plant der Hegering erstmals ein revierübergreifendes Krähenjagdwochenende. Anfang 2027 soll eine gemeinsame Fuchswoche folgen. Beide Maßnahmen sollen die Zusammenarbeit zwischen den Revieren stärken und einen Beitrag zur Niederwildhege leisten. Darüber hinaus sind weitere gemeinsame Schießveranstaltungen, der Ausbau der Vernetzung insbesondere jüngerer Mitglieder sowie die Fortführung der Natur- und Artenschutzmaßnahmen vorgesehen.
Der Vorstand sieht das erste gemeinsame Jahr als Bestätigung dafür, dass sich Bewährtes und neue Ideen sinnvoll miteinander verbinden lassen. Die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre soll fortgeführt und gleichzeitig durch neue Impulse ergänzt werden. Grundlage dafür bleibt das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder, Revierinhaber und Unterstützer, denen der Vorstand ausdrücklich für ihren Einsatz dankt. Gemeinsam soll der Hegering I auch in Zukunft die Interessen von Jagd, Natur- und Artenschutz sowie jagdlichem Brauchtum in der Region aktiv gestalten.







