Pro Jahr legen 200 Kandidaten in der Grafschaft Bentheim ihre Jägerprüfung ab. Seit diesem Jahr werden die Jagdscheinanwärter auf dem Gelände der Raumschießanlage (RSA) in Lohne-Wietmarschen geprüft. Platz gibt es hier satt, doch es mangelt an Räumen, um die einzelnen Fächer, getrennt voneinander, unter geeigneten Bedingungen zu prüfen.
Um das Raumproblem zu lösen, wurden im ersten Anlauf auf dem weitläufigen RSA-Außengelände Pavillons aufgestellt. Doch bei Regen und Windböen erwiesen sie sich als Luftikusse und hielten nicht stand und bei starker Sonnenstrahlung verwandelten sie sich in wahre Brutkäfige. Für Prüfungssituationen, die bei aller Anspannung der Prüflinge angenehme und entspannte Atmosphären bieten sollten, alles andere als tauglich. Man ersann regen- und windtaugliche und zugleich sonnenschutzbietende Alternativen. Die Lösung fand sich ganz in der Nähe in hinreichend großen und geeigneten Hütten, die ursprünglich als Gartenschuppen konzipiert waren und auf dem RSA-Gelände aufgestellt werden konnten.
Gesagt, getan. Zuerst legten Jäger der Kreisjägerschaft die Fundamente für die drei Hütten. Dann wurden die transportierfähig vorbereiteten Hütten mit Gabelstaplern an ihre neuen Standorten verfrachtet, dort justiert und wo erforderlich ausgebessert. Zum Schluss bekamen die Hüttchen noch wetterfeste Blechdächer. Jetzt stehen sie mit ihrer leicht jagdlichen Anmutung anstehenden Prüfungen zur Verfügung.


Fotos: privat - Transport und Ausrichtung der Prüfungshütten



