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Hegering III
2017 Hegeringsversammlung in Nordhorn Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Dienstag, den 27. Juni 2017 um 16:08 Uhr

Jahreshauptversammlung Hegering 3 Nordhorn vom 06.04.2017

 

Nach der diesjährigen Hegeschau, an dem sich die rund 80 Mitglieder des Hegeringes ein Bild über die Vitalität des Schalenwildes machen konnten, eröffneten die Jagdhornbläser die Jahreshauptversammlung des Hegeringes 3 der Jägerschaft. Dabei ließ der Vorsitzende Johannes Kramer das vergangene Jagdjahr Revue passieren.

Er gedachte der Verstorbenen des Vereins, dankte und ehrte Mitglieder für 25 jährige Zugehörigkeit zum Hegering und zur Landesjägerschaft: Gerd Foppe, Dieter Hegger, Gerd Kip, Marcus Julius Krussig; für 40 jährige Vereinstreue: Hedda Krum, Arnold Busch, Josef Lütkenhues (nachträglich), Klaus Ströning. Die „Urgesteine“ Bernhard Albrink, Geert Budde, Günther Wehrmeyer, Geert Lindschulte erhielten für eine 50 jährige und Jürgen Buchholz und Hansgerd Pikkemaat für 60 jährige Mitgliedschaft ihre Urkunden.

Zu Ehrenmitgliedern wurden nach Erreichung des 80zigsten Lebensjahres und einer 40 jährigen Mitgliedschaft Evert Eersink, Heinrich Eersink, Wilhelm Horstmann, Hansgerd Pikkemaat, Günther Wehrmeyer ernannt.

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Gemeinschaftsfoto nach Überreichung der Ehrenurkunden und Anstecken der Treuenadeln. Von links nach rechts: Johannes Kramer (Hegeringleiter), Evert Eersink, Arnold Busch Günther Wehrmeyer, Hedda Krum, Heinrich Eersink, Jürgen Buchholz, Josef Lütkenhues, Hansgerd Pikkemaat, Bernhard Albrink, Klaus Ströning, Gerd Foppe, Dieter Hegger, Jan Heispink (stellv. Hegeringleiter).

Alle Jubilare wurden mit der Ehrenfanfare geehrt.

Anhand anschaulicher Streckenverläufe stellte der Hegeringleiter die Entwicklung der einzelnen Wildarten dar.

Beim Schalenwild ließ eine Verdreifachung der Vorjahresstrecke des Schwarzwildes aufhorchen. Sie fordert die Jagdpächter und aktiven Jäger auf, am Ball zu bleiben.

Nach wie vor stellt der hohe Fallwildanteil des Rehwildes auf der Straße ein Problem dar, an dem gearbeitet werden muss. Er zeigt die Unruhe in den Revieren. Deshalb ist weiterhin eine intensive Rehwildbejagung in Nähe der unfallträchtigen Straßenabschnitte, gerade in der Zeit der Verdrängung und Reviersuche der Jungtiere und dem Fortpflanzungstrieb in der Blattzeit unerlässlich, mahnte Kramer. Vielleicht wäre ein Antrag auf Vorverlegung des Jagdbeginns für Rehwild auf den 1. April hilfreich.

Der Wunsch, weitere Straßenabschnitte mit blauen Wildwarnreflektoren auszustatten, ist in den Revieren groß. Die Erkenntnis, dass die Signalfarbe Blau Wild abschreckt und vergrämt, hat zu einer Reduktion von Unfallwild geführt. Denn Blau kommt in der Natur so gut wie nicht vor, daher sieht das Schalenwild eine Gefahr in dieser Farbe.

Der Jahresstreckenverlauf von Haarwild und Federwild stabilisierte sich auf niedrigem Niveau. Gebeutelt von menschengemachter Monotonie, Blüh- und Insektenarmut, dadurch anfällig für Krankheiten, darben unsere Hauptfederwildarten und die Vogelwelt dahin.

Die Strecken von Hase -167, Fuchs -146, Fasan -184 und Elster -159 sind fast gleich auf, auch Rabenkrähe -722 und Ringeltaube -697 sind auf selbigem Niveau.

Kramer hofft, dass die Jäger weiterhin, -durch eine verantwortungsvolle und zurückhaltende Bejagung und eine intensive Bejagung der Prädatoren, -den Erhalt unseres Wildes sichern können.

Über das vielschichtige Innenleben des Hegeringes 3 referierten die Obleute ausführlich:

Sie berichteten von den vielen Projekten in der Natur-Netz-Woche mit Schulkindern, deren Kosten von der Bingo-Stiftung finanziert wurden. Dabei wurden Frühjahrsblüher und Vogelschutzhecken gepflanzt, Insektenhotels, Futterhäuschen und Vogelnistkästen zusammen mit den Kindern gebaut und Futterglocken als Winterfutter gegossen. Weitere Aktionen mit dem Info-Mobil der Jägerschaft und wie immer die Ferienpassaktion „Mit den Jägern durch den Wald“ brachten den Kindern viel Freude und waren zudem erholsam und lehrreich.

Aus den Teilnehmern/innen der im letzten Jahr angebotenen Hunde-Übungstage, hat sich eine neue Übungsgruppe formiert. Daran nehmen sowohl junge Hunde teil, die noch am Anfang ihrer jagdlichen Laufbahn stehen, als auch ältere Hunde, die so im Training gehalten werden sollen.

Jagdhornblasen ist auch heute noch gelebtes Brauchtum. Jagdhornsignale dienen den Jägern immer noch zur Verständigung bei Jagden untereinander; sowie beim Verblasen der Jagdstrecke. Womit die Jäger dem erlegten Wild am Ende eines Jagdtages die letzte Ehre erweisen. Als verbindendes Element auf der heutigen Veranstaltung gedenken wir Jäger mit den Hörnerklängen unserer Verstorbenen und ehren unsere Jubilare.

Das jagdliche Übungsschießen dient der Erhaltung und Verbesserung der Treffsicherheit und ist somit ein wichtiger Bestandteil der waidgerechten Jagdausübung. Denn eines der obersten Anliegen ist es, das Wild im Zuge der Jagdausübung schnell und sicher zu erlegen und ihm jegliche Form von Schmerz und Leid zu ersparen. Der sichere Umgang mit der Waffe ist hierfür absolute Voraussetzung.

In seinem anschließenden Bericht dankte Kramer den Obleuten, Unterstützern, Organisatoren und Sponsoren für die vielen Einsätze und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr.

Jagdpolitisch ist der Wolf ein immerwährendes Thema, so Kramer, er wird uns weiter beschäftigen. Er vermehrt sich ungehindert weiter und wird vielerorts für die Bevölkerung sichtbar. Die von Wolfsrissen betroffenen Nutztierhalter fühlen sich allein gelassen, sie sehen sprichwörtlich nicht rot sondern grün.

Auch beim Kernthema, der Durchsetzung einer geplanten grünen Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes unter fragwürdigen Ökologischen Gesichtspunkten, hat die Jägerschaft Schonzeit bekommen, zumindest bis zur Niedersächsischen Landtagswahl am 14.01.2018. Aber Vorsicht: Meyer und Wenzel tragen die Faust in der Tasche.

In allen Bundesländern, wo die Grünen mitregieren, wurde mit ideologisch vorgefestigten Meinungen, diesbezüglich Gesetzesmacht ausgeübt. Dagegen werden wir als Jäger mit allen demokratischen Mitteln vorgehen, betonte Kramer.

Nach dem Kassenbericht, der Entlastung des Vorstandes, der Wahl eines neuen Kassenprüfers, standen die Wahl des Vorstandes an. Die Wahlen wurden von dem Gastreferenten Hartmut Schrap geleitet. Der bestehende Vorstand wurde dabei ohne Gegenstimmen wiedergewählt.

Anschließend erläuterte Hartmut Schrap, als Vorsitzender des Natur-Netz Niedersachsen e.V. und Geschäftsführer der Naturschutzstiftung des Landkreises Grafschaft Bentheim, in einem engagierten Vortrag die Ziele und Aufgaben beider Stiftungen.

Der Verein „Natur-Netz-Niedersachsen e.V.“ ist ein Netzwerk von zusammengeschlossenen Natur- und Umweltstiftungen, die in Niedersachsen aktiv sind. Ihr Ziel ist die Stärkung und Kooperation der Stiftungen. Ein gemeinsames Agieren in Niedersachen soll zu einem leistungsfähigeren und effektiveren Naturschutz führen. Dabei ist die Nachwuchsförderung ein wichtiges Thema, der wir uns verschrieben haben. Wir möchten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich aktiv in ihre Umwelt einzubringen und Interesse am Naturschutz zu entwickeln, so Schrap. Daher war der Erfolg in diesem Jahr eine positive Entwicklung für ihn und ein Indiz dafür, dass bei vielen Organisationen und Stiftungen weiterhin Bedarf an einer Aktionswoche, insbesondere für Kinder und Jugendliche, besteht. Dies konnte Kramer durch die positiven Rückmeldungen der teilnehmenden Kinder, Lehrer-innen an die Jäger-innen durchaus bestätigen.

Die vom Kreistag als gemeinnützig gegründete Naturschutzstiftung des Landkreises habe sich als geeignete Rechtsform erwiesen, da sie zu mehr Naturschutz bei weniger Bürokratie und geringerer Kosten führe. Sie wurde aufgrund der sogenannten „Eingriffsregelung“ des Bundesnaturschutzgesetzes initiiert, die als weitreichendste Fortentwicklung im Naturschutzrecht gilt, denn sie verpflichtet denjenigen, der in der Landschaft eine Beeinträchtigung vornimmt dazu, die Funktionsverluste wieder zu kompensieren.

 
Drehscheibe Nordhorn Drucken E-Mail
Geschrieben von: T. Brunklaus   
Dienstag, den 03. November 2009 um 21:22 Uhr

Nordhorner Jäger auf Wirtschaftsmesse „Drehscheibe Nordhorn“
Die Nordhorner Jäger nutzten die Wirtschaftsmesse „Drehscheibe“ ihrer Heimatstadt um sich den Bürgerinnen und Bürgern zu präsentieren.
Gemeinsam mit 9 weiteren Natur- und Umweltverbänden organisierte der Hegering III aus der Jägerschaft Grafschaft Bentheim eine Sonderausstellung zum Thema Naturschutz.  „Es ist uns ein Anliegen, die Bevölkerung auf die Bedeutung der Jagd für die Gesellschaft und den Naturschutz  aufmerksam zu machen.“ so der Hegeringsleiter Johannes Kramer.
Neben dem Ausstellungsgelände der Wirtschaftsmesse befand sich ein Biotopgelände mit Tümpel und Benjeshecke. Von den Verbänden und Vereinen, die sich alle mit einem eigenem Stand präsentierten wurde auch ein Naturlehrpfad angelegt.
Die Mitglieder des Hegeringes machten darauf aufmerksam, mit wie vielen Stunden ehrenamtlichen Engagements sich Jäger in Deutschland für den Naturschutz einsetzen.
Während der Messe bekam die Standbesetzung der Jägerschaft Besuch des lokalen CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers sowie seines Cloppenburger Kollegen Clemens große Macke, der auch Sprecher des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung ist.
Malte Kramer – Obmann für Öffentlichkeitsarbeit

 



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